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Wie wir alle wissen, sind die Norns richtige kleine Persönlichkeiten, die unterschiedliche Veranlagungen mitbringen und ihre Eigenheiten und Vorlieben entwickeln. Das wird ganz besonders deutlich, wenn man sie ständig beobachtet, wie ich es bei dieser Aktion getan habe. Bei einigen Kreaturen fällt es leicht, sie zu charakterisieren, bei anderen ist es schwierig, besonders bei denen, die nicht besonders alt geworden sind. Trotzdem habe ich bei jedem einzelnen Wesen versucht, etwas Typisches zu finden, und meine Beobachtungen auf dieser Seite zusammengestellt. Es handelt sich um die Norns der Generation 102, die von euch gezüchtet wurden, an den Wettbewerben teilnahmen und zu guter Letzt den Best Boy hervorbrachten.

 

Murasahi - der Macho

Murasahi - sich seiner Attraktivität und Unwiderstehlichkeit voll und ganz bewusst - ließ sich gerne an belebten Plätzen blicken und beteiligte sich gut gelaunt an jedem Small Talk. Den Weibchen hatte er es besonders angetan - konnte er sich doch ab jugendlichem Alter mit zwei verschiedenen Flügelarten in Szene setzen. So war er denn auch nicht abgeneigt, sich bald mit verschiedenen gut aussehenden Damen einzulassen. Immerhin war Murasahi der erste Norn, der Vater wurde! Sein exklusiver Geschmack das weibliche Geschlecht betreffend hielt ihn aber dann doch davon ab, allzu viel Nachwuchs in die Welt zu setzen. Seine ausgesuchten Partnerinnen waren Sogèsse, Alyssa und Twigglina.

Kruspe - der Fröhliche

Von klein auf machte sich Kruspes unkomplizierte, fröhliche Art bemerkbar. Fast immer konnte man ihn lachend antreffen, sogar im Schlaf. Seine gute Laune machte ihn allseits beliebt, wobei es ihm jedoch nicht überaus wichtig schien, bei den weiblichen Norns zu landen. Nur zwei Nachkommen hat er zu verzeichnen. Sein Lieblingsaufenthaltsort war zweifellos der Platz beim Karottenautomat auf der Ozeanbrücke, wo er gern sein Nickerchen hielt und hin und wieder einem Flirt nicht abgeneigt war.

Greenia - die Hungerkünstlerin

Obwohl ich inzwischen auf fünf Jahre Praxis mit Creatures 2 zurückblicken kann, muss ich sagen, dass mir ein solcher Norn wie Greenia noch nie untergekommen ist. Schon ziemlich bald begab sie sich hinunter zum Vulkan und verbrachte viel Zeit damit, immer wieder zu testen, ob es auf der rechten Seite nicht doch weitergeht, in der Meinung, mit dem Kopf durch die Wand müsste es zu schaffen sein. Schon bald stellte sich Hunger ein, aber Greenia dachte nicht daran, Nahrung zu sich zu nehmen, obwohl der Hühnersuppen-Automat direkt neben ihr stand. Wie nicht anders zu erwarten, sank der Glykogenspiegel, und die Lebenskraftanzeige blinkte rot. Das sollte zu einem Dauerzustand werden, denn Greenia weigerte sich, auch nur einen Bissen zu essen. Jeder andere Norn wäre nach kurzer Zeit verhungert, Greenia jedoch hielt es in diesem Zustand stundenlang aus und schaffte es sogar, drei Eier zu legen.

Erwin - der Junggeselle

Als Kind eher unauffällig, entwickelte sich Erwin zu einem stattlichen Männchen, das sich gern mit anderen Norns zu einem kleinen Plausch traf (hier mit Bambam). Besonders gern spazierte Erwin auf der Ozeanbrücke zwischen Angel und Wunderhorn hin und her und verbreitete rundherum gute Laune. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass Erwin mit der Damenwelt rein gar nichts am Hut hatte und ein Junggesellendasein bevorzugte. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass Erwin keinen Nachwuchs hinterlassen hat.

Phil - der Pfiffikus

Phil konnte in seinem langen Nornleben auf ziemlich viele interessante Ereignisse zurückblicken. Viel in Albia herumgekommen, sammelte er jede Menge Erfahrungen und war der eindeutige Beweis dafür, dass Norns sehr lernfähig sein können. Nachdem es ihm gelungen war, sich mit der Sprungfeder aus dem Meer zu retten, machte er sich auf den Weg zu weiteren Abenteuern. Als er Twigglina kennenlernte, unterbrach er seine Reise für einige Zeit, um mit ihr in Kürze elf Kinder in die Welt zu setzen. Als er später in der Röhre mit dem Sand angekommen war, muss ihm wohl eingefallen sein, dass er das Sprungbrett schon irgendwo gesehen hatte. Von da an sah man Phil nur noch in die Höhe springen. Es machte ihm sichtlich Spaß, denn sobald er oben angekommen war, hüpfte er gleich wieder zurück in den Sand. Da er kein Kostverächter war, starb er nach einem erfüllten Leben an Altersschwäche.

Alyssa - die Scheue

Alyssa war eines der ersten Weibchen, das nähere Bekanntschaft mit dem männlichen Geschlecht machte. Ausgerechnet auf Murasahi musste sie hereinfallen, der sie prompt mit ihrem ersten Baby sitzen ließ. Aber Alyssa hatte aus ihren Erfahrungen gelernt und beschloss, sich einen Partner zu suchen, der ihr treu bleiben würde. Bei einem Schäferstündchen bei den Wurzeln des großen Baumes kamen sich Alyssa und Joshua näher und stellten fest, dass sie für einander geschaffen waren. Geschützt vor den Blicken der anderen Norns turtelten die beiden im Verborgenen recht ausgiebig und beglückten die Nachwelt mit sieben Kindern.

Heidelbeer - der Einzelgänger

Schon bald entdeckte Heidelbeer die Vorteile des Aufzugfahrens. Damit war es möglich, sich bequem fortzubewegen und Albia zu erkunden. Im Laufe seines Lebens legte Heidelbeer einige größere Strecken zurück, auch wenn er bestimmte Orte zu seinen Lieblingsplätzen auserkoren hatte. Dazu gehörte eindeutig die Gegend mit den Strohhütten über dem Ettinsumpf, dort fand er sein absolutes Lieblingsspielzeug, das Punch Gun, das ihn immer wieder sehr lange faszinierte. Da Heidelbeer meistens allein unterwegs war, hatte er nur selten Kontakt mit weiblichen Norns und brachte es nur zu einem einzigen Nachkommen.

Sogèsse - die Anspruchsvolle

Obwohl Sogèsse nicht sehr alt wurde, hatte sie zweifellos ein erfülltes Liebesleben. Mit ihrer zarten Schönheit und ihrem engelhaften Wesen hatte sie Murasahi bald den Kopf verdreht, und auch Kruspe konnte nicht widerstehen. Vier Kinder brachte sie zur Welt, bevor sie das Zeitliche segnete.
  

Neandra - die Freundliche

Immer guter Dinge suchte Neandra (links auf dem Bild) von klein auf Anschluss an andere Norns, was ihr auch zu gelingen schien, denn sie verbrachte eine geraume Zeit mit Jenny und Baraion, wobei sie nicht merkte, dass sie die Zweisamkeit der beiden etwas störte. Leider wurde sie nur knapp eine Stunde alt, sonst hätte sie sicher für sehr hübschen Nachwuchs gesorgt.

Joshua - der Treue

Joshua wusste bald, was er wollte und für wen sein Herz schlug. Seine Auserwählte war Alyssa, der er sein ganzes Leben treu blieb. Mit ihr wurde er siebenfacher Vater. Als ihn Alyssa relativ jung allein ließ, verließ er die gemeinsame Wohnung bei den Wurzeln des großen Baumes und verirrte sich in die Röhre mit dem Sand. Obwohl er es einmal schaffte, mit der Sprungfeder zur Gelsemium-Pflanze hochzuspringen, gelang es ihm nicht mehr, die Röhre zu verlassen, und er musste dort den Hungertod sterben.

Twigglina - das Superweib

Anfangs eher unauffällig, kristallisierte sich Twigglina bald zu einem außergewöhnlichen Weibchen heraus. Nachdem sie beschlossen hatte, eine große Familie zu gründen, verließ sie Murasahi, den Vater ihres ersten Kindes, und begab sich an einen Ort, von dem sie dachte, dass ihr hier viele andere Norns begegnen würden - die Insel mit den Kokospalmen. Twigglina sollte Recht behalten: Es herrschte ein reges Kommen und Gehen an diesem Ort. Der Erste, der ihr über den Weg lief und sich gar nicht mehr von ihr trennen wollte, war Phil. Das Resultat war eine Schwangerschaft nach der anderen, und elf Nornbabys erblickten das Licht Albias, wobei nur eines nicht gesund war und kurz nach der Geburt starb. Obwohl die Begegnung mit Phil mehr als strapaziös war, schlief Twigglina kaum und wunderte sich nur über die vielen Eier, die ständig um sie herum lagen. Damit aber nicht genug: Eines Tages kamen Bambam und Kruspe des Weges, und auch ihnen war Twigglina nicht abgeneigt. Weitere fünf Eier waren das Ergebnis. Mit insgesamt 16 Eiern war Twigglina das fleißigste Weibchen, aber auch diejenige, die am längsten durchhielt.

Eryx - der Enthaltsame

Obwohl man Eryx nicht als Einzelgänger bezeichnen kann - er hielt sich meistens in der Gesellschaft anderer Norns auf - war er nicht der Typ, der an den hübschen Weibchen Gefallen fand, die ihm über den Weg liefen. In seinem relativ kurzen Leben übte er strikte Enthaltsamkeit und hatte kein Interesse daran, Vater zu werden. Eine Zeit lang sah man ihn mit Meliada (und Greentail) in der Vulkangegend um die Hühnersuppe streiten, was nicht gerade die beste Voraussetzung für ein harmonisches Zusammensein darstellte. So blieb Eryx kinderlos.

Jenny - die Verlassene

Schon als Kind fühlte sich Jenny zu Baraion hingezogen, den sie bald dazu überreden konnte, mit ihr gemeinsam etwas zu unternehmen. Zusammen mit Neandra zogen sie zu dritt los und fuhren mit dem Aufzug von der Wüste eine Etage nach unten. Dort gab es hin und wieder heftige Diskussionen, aber auch viel zu lachen. Endlich konnte Jenny Baraion davon überzeugen, dass sie die Richtige für ihn war. Aus der glücklichen Zeit mit Baraion gingen sechs Nachkommen hervor, bis Baraion in den Aufzug stieg und Jenny verließ. Diesen Schock konnte sie wohl nie überwinden, denn sie blieb bis zu ihrem Lebensende an diesem Ort, bis sie schließlich die Nahrung verweigerte und womöglich aus Kummer starb.

Bambam - der Sonnenschein

Immer guter  Laune und mit einem strahlenden Lachen im Gesicht war Bambam in Albia unterwegs. Meistens sah man ihn mit anderen Norns zusammen, die er am liebsten mit seinem sonnigen Gemüt angesteckt hätte. Lange Zeit seines Lebens war er an seinem Lieblingsplatz auf der Insel beim Wunderhorn anzutreffen, wo es niemals an frischem Obst mangelte. Eines Tages machte er sich auf den Weg, um seine Jugendliebe zu suchen, die er irgendwann aus den Augen verloren hatte. Seine Suche war erfolgreich: Er fand Twigglina, nachdem er Albia einmal umrundet hatte, auf der anderen Seite der Insel am Palmenstrand. Drei Kinder gingen aus dieser Beziehung hervor. 

Meliada - die kühle Blonde

Meliada begab sich bald mit einer Gruppe anderer Norns in die  Hitze des Vulkans und verbrachte dort die meiste Zeit ihres Lebens. Obwohl ein Automat aufgestellt war, gab es ständig Streit um die letzte verbleibende Hühnersuppe, die sich alle Beteiligten immer wieder gegenseitig aus der Hand rissen. Fürs andere Geschlecht hatte Meliada nicht viel übrig und verhielt sich meist abweisend, was sie mit einem strengen Gesichtsausdruck bekräftigte. Ob das der Grund war, dass sich kein Männchen mehr so richtig an sie herantraute und sie deshalb nie Mutter werden konnte?

Baraion - der Siegertyp

Wer hätte gedacht, dass Baraion die Schönheitswahl und den Härtetest gewinnen würde? Zugegeben - er ist nicht von schlechten Eltern und kann sich sehen lassen, kam aber ziemlich abgehetzt und auf den letzten Drücker zum Wettbewerb geeilt. Nichtsdestotrotz war er ein cooler Typ, der gleich zwei Weibchen den Kopf verdrehte: Jenny und Neandra. Mit Jenny bekam er sechs Kinder, hatte damit seine Vaterpflicht erfüllt und ging seines Weges. Recht selbständig fand er sich in Albia zurecht, widmete sich verschiedenen Beschäftigungen, wie z. B. Angeln oder Gymnastik, und vergaß niemals, dass ein Norn auch essen und schlafen muss.

Die Braut in Grün - die Unauffällige

Über die Braut in Grün kann nur sehr wenig berichtet werden, denn sie fiel kaum auf. Ihre überwiegend grüne Farbe und ihre nette, ruhige Art machten sie etwas unscheinbar, und sie zog nur selten die Aufmerksamkeit auf sich. Da sie nicht besonders alt wurde - nur eine Stunde 25 Minuten -  hinterließ sie keine Nachkommen. Leider gibt es kaum Fotos von ihr - hier sieht man, dass sie inmitten der Pflanzen sehr gut getarnt ist.

Banjo - der Essensverweigerer

Dieses Männchen, das mit Sicherheit jede Menge Chancen bei der Norndamenwelt gehabt hätte und im Schönheitswettberwerb ziemlich gut abschnitt, verstarb leider als Erster aller Teilnehmer bereits im Kindesalter. Deshalb kann so gut wie gar nichts über Banjo gesagt werden. Das einzige Foto, das aufzutreiben war, stammt vom Start der Aktion, noch bevor der Run in der Wüste richtig losging.

Greentail - der Naturfreund

Greentail, der sich mit einer Gruppe Norns ziemlich bald in die Vulkangegend begab, blieb dort längere Zeit und hatte sichtlich Spaß daran, beim Gerangel um die Suppenschüssel mitzumischen. Irgendwie fühlte er sich aber zu Greenia hingezogen - ob es der ähnlichklingende Name oder Fürsorge um das bemitleidenswerte Weibchen war, das ständig dem Hungertod nahe schien, sei dahingestellt. Greenia folgte ihrem Verehrer in den Gemüsegarten, auch Pitz gesellte sich zu den beiden. Nachdem Greenia gestorben war, verbrachte Greentail den Rest seines Lebens in dieser wundervollen Umgebung und trat schließlich in den Hungerstreik, um seiner Lebensgefährtin in den Tod zu folgen.

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