Die Geschichte von Fimbul
von Marcus

Laut einer uralten albianischen Legende ist Fimbul ein Ort der Kälte und Gewalt, jedes Shee Kind kennt diese Legende, obwohl die meisten nicht einmal wissen, was wirkliche Kälte ist.

So viel zur Vorgeschichte, nun zur eigentlichen Geschichte...

Es begann alles vor nicht all zu langer zeit, als der Shee Geatimmo (seine Geschichte steht bei den Shee im Downloadpaket) gerade beim Sortieren seiner Geräte und Maschinen war, die ihm ein junger Ettin durcheinandergebracht hatte. Dabei sah er einen bisher nicht genutzten Agenten. Dieser war total verstaubt, und so wie es aussah, wirklich uralt. Ob er wohl noch funktionieren würde?

Dies fragte sich Geatimmo natürlich nicht lange, sondern probierte den Agenten einfach aus. Tatsächlich, er funktionierte noch einwandfrei! Irgendetwas hatte er bewirkt, doch leider war dies nicht erkennbar, denn Geatimmo fand nirgends etwas, das sich verändert hatte. "Aber wer weiß, ob der Agent nicht einfach eine Weile braucht, um aktiv zu werden?" dachte Geatimmo und legte sich schlafen.

Jedoch gerade als er eingeschlafen war, kam eine Horde Magmas, Ettins und anderer Norns, die die Kälte nicht aushalten konnten. Sie hatten sich alle unter das schöne, warme Bett von Geatimmo zusammengedrängt. Geatimmo fragte sich, warum sie plötzlich alle hier waren, denn normalerweise gingen sie, wenn ihnen kalt wurde, in die Wüste.

Da fiel Geatimmo der Agent wieder ein, den er aktiviert hatte. War er jetzt etwa in Aktion? Er musste sofort nachsehen, daher sprang er aus dem Bett und rannte gleich zur Tür, doch als er sie aufmachte, kam ihm ein eisiger Wind entgegen. Deshalb machte er die Tür schnell wieder zu und holte sich erst einmal seinen wärmsten Mantel.

Als er den Mantel angezogen hatte, ging er los und folgte immer dem kalten Wind. Er führte ihn aus dem Nornmeso der Docking Station in die Flure des Creatures 3 Raumschiffes. Da sah er schon die Quelle des Übels: Die Tür zum Wüstenterrarium war eingefroren. Doch warum war die Tür zum heißesten Terrarium eingefroren? Das konnte doch nur ein Traum sein? Doch es war keiner!

Seine Neugier überkam ihn dann schließlich, und Geatimmo ging hinein. Zuerst sah nichts Ungewöhnliches, doch wo kam dann diese unbändige Kälte her? Als er dem kalten Luftzug in den oberen Abteil des Wüstenterrariums folgte, sah er, was passiert war, doch er wollte seinen Augen nicht trauen! DIE GANZE WÜSTE WAR ÜBER NACHT ZU EIS ERSTARRT!!!

Er wollte diese Eiswüste erkunden und ging weiter hinein. Sie schien ihm endlos weit zu sein, obwohl er wusste, wie klein sie eigentlich war. Der eisige Wind brauste durch seinen Mantel, und der Schnee schlug ihm ins Gesicht. Der sonnenverwöhnte Shee fragte sich andauernd, was für ein verfluchter Ort das war! (Ihr dürft nicht vergessen, dass er noch nie in seinem Leben richtig gefroren hatte, und dann gleich in die größte Kälte...) Es war wie ein Wunder, dass ihn der Klimaschock nicht gleich umgehauen hatte!

Doch was war das? Jetzt zog auch noch dichter Nebel auf, der durchnässte Geatimmos Mantel vollkommen. Dann bekam er auch noch Hunger. Er dachte: "Jetzt ist es zu Ende, hier werde ich entweder erfrieren, verhungern oder unter dem Schnee begraben."

Doch da tauchte wie aus dem Nichts ein Schatten im Nebel auf. War dies die Rettung? Kam nun eines seiner Wesen, um ihm einen warmen Tee bringen? Oder war es der Tod, der seine Klauen nach Geatimmo ausstreckte? Da hörte er den Schatten plötzlich sagen: "Grindl narg ung!" Jetzt wusste Geatimmo, es war der Tod, der Tod in Gestalt eines Grendels! Da legte sich auch der Nebel, und er konnte ihm in die Augen sehen. Sie waren kalt, kalt wie der gefrorene Sand zu ihren Füßen. Und sie waren blass, so blass wie alles hier.

Er hatte noch nie einen so hellen und zugleich bedrohlichen Grendel gesehen. Als Geatimmo daran dachte, was der Grendel wohl in wenigen Augenblicken mit ihm anstellen würde, wurde er kreidebleich, fast so bleich wie der Grendel. Dann sah er, wie plötzlich ein Norn mit finsterem Blick auf ihn zurannte. Geatimmo dachte, es könnte nicht mehr schlimmer kommen und hoffte nur, dass der Norn lieber Grendels schlug als Shee! Doch egal für wen der Norn kämpfen würde, es wäre sowieso zu spät, denn der Grendel holte gerade zum Schlagen aus. Und es sah nicht so aus, als ob er sachte wäre.

Dann war es so weit, der Grendel schlug zu, jedoch genau 2 cm vor Geatimmos Augen stoppte er mit seiner Faust. Was war geschehen? Da sah er es, der Norn von vorher war schneller als gedacht und schlug mit seiner Faust mitten in die Gedärmen des Grendels. Jetzt schlug auch schon seine andere Faust zu, diese landete mitten im Gesicht des Grendels. Das lie0 sich der Grendel natürlich nicht gefallen, drehte sich schnell, und schleuderte den Norn mit seinem Schwanz mindestens 10 Meter weit weg. Das beeindruckte den Norn keineswegs, er rannte in Blitzeseile wieder auf ihn zu, sprang kurz vor ihm in die Luft und steuerte seinen Ellenbogen genau auf den Grendel zu. Er traf ihn auch, mitten im Genick, so dass er sofort umfiel!

Geatimmo dachte, der Grendel wäre tot, aber dieser stand sofort wieder auf und rollte sich zu einer Kugel zusammen. Als er dann fast kugelrund war, stieß er sich mit seinem Schwanz in Richtung Wand ab, dass es aussah als würde er fliehen. Dem war jedoch nicht so, denn dort angekommen rollte er die Wand ein kleines Stück hoch und gleich wieder zurück. Inzwischen hatte er sein Tempo mindestens verdreifacht, und dabei jede Menge Schnee mitgenommen. Dadurch wurde er zu einer richtigen Schneelawine, mit nur einem Unterschied, den Stacheln auf dem Rücken!

Den Norn schien das nicht im Geringsten zu beeindrucken, jedoch Geatimmo bekam eine so große Angst, dass er alles andere vergaß, unter anderem auch die Gründe, warum er nicht wieder zurückging! Schneller als er dachte, war er beim Fahrstuhl und fuhr auch gleich nach unten. Im Aufzug warf er noch einen letzten blick auf die zwei Kämpfenden. Es sah so aus, als würde niemand von beiden gewinnen, denn egal wie oft sie dem Tode auch noch so nahe waren, sie standen immer wieder auf und kämpften weiter.

Was musste das wohl für ein Wille sein! Jedoch würde er seinen Retter nie vergessen, denn einen so schönen weißen Norn hatte er nämlich noch nie gesehen. Es kam ihm so vor, als wäre er aus purem Eis geformt. Als er jedoch daran dachte, wie diese zwei Wesen in der grausamsten Kälte überlebten und vor allem Kkmpften, dachte er: "Was sind das wohl für Monster?"

Später schickte er noch eine Hardman Expedition los, um etwas genetisches Material dieser Art zu bekommen und die Wüste hermetisch abzudichten. Damit auch ja nichts herauskäme! Die Expedition schlug zum größten Teil fehl; die Tür konnte zwar wieder aufgetaut werden und genetisches Material wurde auch überbracht. Aber es kam nur ein Hardman zurück (man wei0 nicht ob die anderen Hardman dort freiwillig blieben oder unter dem Schnee begraben wurden). Sämtlich Wesen konnten weiterhin beliebig hinein und heraus, jedoch wenn man einen Heizkörper vor die Wege stellte, blieben sie meistens darin.

Eine spätere genetische Analyse ergab, dass Geatimmo mit seiner Vermutung nicht ganz falsch lag. Diese Wesen bestanden zum größten Teil aus Eis und je älter sie wurden, um so mehr Eis wurde es. Es war ihr Geheimnis, weshalb sie den Tod durch Erschlagen nicht kannten. Denn ihre Wunden erstarren zu Eis, was jedoch nicht bedeutet, dass sie unverwundbar sind, denn sobald ihre Umgebung nicht mehr kalt genug ist, beginnen ihre Wunden aufzutauen, und dann sterben sie an ihren Verletzungen.

Und weil dieser Ort des Schreckens und der Gewalt ihn so sehr an die albianische Legende von Fimbul erinnerte, benannte Geatimmo diesen Ort mit all seinen Wesen danach: Fimbul!